Wie wohnt es sich im Büro?
espazium magazin 2026 4
Die Leerwohnungsziffer in der Schweiz fiel auf 1,0 %, in Genf, Zug und Zürich unter 0,5 %. Gleichzeitig stehen in grossen Zentren über 1 Mio. m² Büroflächen leer. Ein Umbau zu Wohnraum scheint naheliegend, doch Lage und Bauweise erschweren dies, jede Transformation bleibt ein Einzelfall. Wohnqualität zeigt sich im Bestand weniger in Maximierung als in Anpassung – und fordert ein Umdenken gegenüber Neubauansprüchen.
In dieser Ausgabe richten wir den Blick auf Projekte, die zeigen, dass Umnutzung mehr ist als ein technischer Vorgang. Sie ist auch eine kulturelle Entscheidung. Dieses Heft versteht Transformation nicht als Ausnahmezustand, sondern als neue Normalität und fragt, was bestehende Strukturen leisten können, wenn wir sie als Entwurfsfeld begreifen.
Im Themenfokus
- Transformation im Doppelpack – Jennifer Bader
Der Winkelbau 1 auf dem Zwhatt-Areal in Regensdorf stand auf der Abbruchliste. Heute dient er als Experimentierkasten für provisorisches Wohnen. - Polyrhythmische Fassade statt strenges Raster – Martin Tschanz
Der Umbau der PTT-Gebäude am Bollwerk in Basel zeigt, wie aus rationaler Verwaltungsarchitektur qualitätsvoller Wohnraum entstehen kann.