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Wo sen­si­ble Lö­sun­gen ge­fragt sind

Die Antworten auf diese Anforderungen fallen so individuell aus wie die Gebäude selbst: Ob behutsame Integration in historische Substanz oder harmonische Einbindung von Neuem in Bestehendes. Zwei von KST AG realisierte Projekte machen sichtbar, wie objektspezifische Lösungen entstehen, die den Charakter eines Gebäudes aufnehmen und zugleich neue Qualitäten schaffen.

Publikationsdatum
01-08-2026

Raumklimalösungen im Spannungsfeld des Bestands

Der Umgang mit bestehender Bausubstanz gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben der Architektur. Die zentralen Fragen des heutigen Bauens – vom Klimaschutz über Baukultur bis hin zu Wohnraumfragen – entscheiden sich nicht im Neubau, sondern im Umgang mit dem Bestand. Historische Gebäude sollen erhalten, weiterentwickelt und an zeitgemässe Anforderungen angepasst werden. Gefragt sind Lösungen, die neue Funktionen integrieren oder gar technische Innovation ermöglichen, ohne den architektonischen Charakter eines Ortes zu beeinträchtigen. Besonders deutlich zeigt sich diese Herausforderung bei den Themen Raumklima und Gebäudetechnik.

Während technische Systeme im Neubau meist frei geplant werden können, verlangt der Bestand objektspezifische Lösungen. Raumhöhen, historische Oberflächen oder denkmalpflegerische Vorgaben setzen Bauherrschaft, Architekten und Fachplaner enge Grenzen. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an Komfort, Akustik, Energieeffizienz und flexible Nutzung. Mit 18 Jahren Erfahrung und gewachsenem Know-how im Umgang mit Bestandsbauten und denkmalgeschützten Objekten ist KST AG heute auf diese Schnittstelle spezialisiert. Die in Einsiedeln entwickelten, massgeschneiderten Systeme für Kühlung, Heizung, Lüftung und Raumakustik lassen sich gezielt in bestehende Strukturen integrieren.

Sonderlösung für denkmalgeschützte Innenräume

Wie komplex solche Aufgaben sein können, zeigen die von JOP Architekten zurückhaltend sanierten Büroräumlichkeiten der Anwaltskanzlei Barandun. Die historische Substanz des zentralen Korridors sowie mehrerer Meetingräume aus den 1930-Jahren durfte nicht verändert werden. Für die Raumklimatisierung bedeutete dies: Standardlösungen waren ausgeschlossen. Im grossen Sitzungsraum aktivierte KST AG die innenliegenden Wände für das Kühlen und Heizen. Stoffbespannte Wandpaneele wurden in die bestehenden Rundungen integriert und greifen die historische Materialität des Gebäudes auf.

Für die weiteren Meetingräume entwickelte und realisierte KST AG auf Mass gefertigte Umluftkühlgeräte, die aufgrund bauseitiger Gegebenheiten nicht in den Regelkreis der Gebäudetechnik integriert werden konnten. Im Zusammenspiel mit der KST-exklusiven, sich optisch harmonisch in das bestehende Kassettentäfer einfügenden SonoPerf-Abdeckung sowie seitlich integrierten Zuluftschlitzen erfolgt die Luftverteilung in den drei Räumen losgelöst vom Regelkreis, aber dennoch homogen und geräuschlos.

Historische Bausubstanz trifft auf modernen Innenausbau

Wie Raumklimalösungen zeitgemässe Arbeitswelten prägen, zeigt das Verwaltungsgebäude von SWICA in der Winterthurer Lokstadt. In den historischen und denkmalgeschützten Portikus der ehemaligen Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik haben RLC Architekten einen gläsernen Neubau gesetzt, der Alt und Neu verbindet.

Im sanierten Altbau wie auch im gläsernen Neubau sorgen aktivierte Deckensegel für die Klimatisierung. Sie sind auf die Grösse und die Belegung der Räume abgestimmt und ermöglichen zusammen mit der zentralen Haustechnik eine geräuschlose und zugfreie Frischluftzufuhr in Räumen unterschiedlichster Grösse und Höhe. Akustikmatten und schallabsorbierende Deckenplatten optimieren zudem das Raumgefühl und die Wahrnehmung von Klang.

Die Beispiele belegen, wie sich die Rolle technischer Gebäudeausstattung verändert. «Raumklima wird heute nicht mehr als rein funktionale Infrastruktur verstanden, sondern als Teil der architektonischen Qualität», sagt Beat Schönbächler, Gründer und Inhaber der KST AG. Dazu brauche es individuelle Lösungen, die Gestaltung, Nutzung und Technik aufeinander abstimmen. «Der Bestand wird so zum Labor für innovative Lösungen, bei denen sich die technischen Systeme der Architektur anpassen und nicht umgekehrt.» Darin liegt die Qualität sensibler Bestandsprojekte: wenn neue Technik nahezu unsichtbar wird und dennoch spürbar zum Wohlbefinden beiträgt.

Zu den Referenzen

 

https://www.kstag.ch/referenzen/barandun

https://www.kstag.ch/referenzen/swica

KST AG

 

Seit 2008 denkt KST AG Raumkomfort neu – mit innovativen, interdisziplinären und nachhaltigen Lösungen für das Klimatisieren, Heizen, Kühlen, Lüften sowie die Raumakustik und das Integrieren smarter Gebäudetechnik. Schweizer Handwerk, jahrzehntelange Erfahrung und umfassendes Know-how verbinden sich mit modernster Technologie und schaffen in Arbeitswelten, öffentlichen Bereichen oder überall dort, wo sich Menschen begegnen, Behaglichkeit und Wohlbefinden.

 

Das Angebot umfasst massgeschneiderte Lösungen für das Raumambiente wie thermoaktivierte Kühl-/Heizdecken und Bauteilmodule, Akustik-, Luft- und Systemkomponenten sowie Dienstleistungen im Bereich Strömungssimulation, Erdbebensicherheit und Klimalabortests – 100% made in Einsiedeln.

 

Am neuen Standort in Einsiedeln erleben Besucher 360° Raumkomfort hautnah: mit Einblicken in die Manufaktur, einem Rundgang durch vielfältige Raumkomfortlösungen und im hauseigenen Klimalabor. Highlight ist der Energiepark mit dem zukunftsweisenden Konzept und der Weltneuheit CoolShift. Photovoltaik-Module gewinnen tagsüber Energie und drehen sich in der Nacht zum Himmel, um die im Gebäude überschüssige Wärme abzugeben – für maximale Energieeffizienz und ein durchgängiges Klimasystem. Ein Ort, an dem sich Architektur und Wohlbefinden perfekt vereinen.