Advertorial

Wie ges­tal­ten Fa­chleute die Bau­wende?

Von realen Herausforderungen zu neuen Lösungen – Abschlussarbeiten aus dem MAS EN Bau.

Date de publication
15-06-2026

Wie lassen sich Gebäude nachhaltiger erneuern? Welche Strategien helfen, Ressourcen zu schonen, Emissionen zu reduzieren oder bestehende Strukturen zukunftsfähig weiterzuentwickeln? Antworten auf solche Fragen entstehen oft dort, wo Fachpersonen konkrete Herausforderungen aus ihrem Berufsalltag wissenschaftlich untersuchen. Wir haben nachgefragt – und zwar bei Absolvent:innen des MAS in nachhaltigem Bauen der Kooperation EN Bau. Welche Erkenntnisse haben sie in ihren Abschlussarbeiten gewonnen? Und welches Potenzial sehen sie für die Baupraxis?

Fenster sanieren oder ersetzen? Ist die gängige Lösung wirklich die beste?
Christian Orsega

«In der Baupraxis gilt der vollständige Fensteraustausch häufig als naheliegende Lösung zur Verbesserung der Energieeffizienz von Bestandesbauten. Meine Diplomarbeit untersucht daher, ob die Ertüchtigung und gezielte Sanierung bestehender Fenster im Gebäudebestand eine nachhaltige Alternative zum vollständigen Ersatz darstellt. Mittels Analysen, Simulationen und Experteninterviews werden unterschiedliche Sanierungsstrategien über den Lebenszyklus verglichen – mit Augenmerk auf Kreislaufwirtschaft, Wiederverwendung und die Reduktion des ökologischen Fussabdrucks. Die Ergebnisse zeigen, dass Erhalt, Ertüchtigung und Wiederverwendung bestehender Bauteile in vielen Fällen eine überzeugende Alternative zum Ersatz darstellen. Dies reduziertTreibhausgasemissionen, Ressourcenverbrauch und graue Energie häufig stärker als ein vollständiger Austausch. Zudem fällt der energetische Vorteil neuer Fenster oft geringer aus als angenommen, während Herstellung, Transport und Entsorgung erhebliche Emissionen verursachen. Besonders gross ist das Potenzial von Ertüchtigungsmassnahmen bei älteren Gebäuden und fossil beheizten Liegenschaften.»

Reduktion ohne Verzicht – Potential der gemeinschaftlichen Raumnutzung in urbanen Wohnkontexten
Janina Zollinger, Michel Gränicher

«Untersucht wurde das Potential gemeinschaftlicher Raumnutzung zur Reduktion des Wohnflächenverbrauchs in Bestandsgebäuden. Im Fokus stand die Frage, wie Wohnqualität trotz geringerer Individualflächen durch Mehrfachnutzung, räumliche Flexibilität und gemeinschaftliche Angebote erhalten werden kann. Gleichzeitig zeigt die Arbeit, wie flächensuffizientes Wohnen auch ausserhalb des gemeinnützigen Wohnungsbaus zu einer effizienteren Flächennutzung beitragen kann. Als besonders wirksam erwiesen sich die Kollektivierung von Bedarfsindividualräumen, die Optimierung von Verkehrsflächen sowie die Aktivierung von Erdgeschossen als Gemeinschaftsflächen. Für unsere berufliche Praxis nehmen wir mit, dass eine hohe Wohnqualität nicht zwingend mehr Fläche erfordert, sondern oft durch intelligente Grundrisse und gemeinschaftliche Angebote erreicht werden kann.»

MAS in nachhaltigem Bauen – Weiterbildung mit Wirkung

Beide Arbeiten hinterfragen etablierte Lösungen und zeigen, welches Potenzial im Bestand, in der Nutzung und im Weiterbauen bestehender Gebäude liegt. Um solche Fragestellungen fundiert zu bearbeiten und in tragfähige Lösungen zu übersetzen, braucht es Fachpersonen mit interdisziplinärem Wissen und einem ganzheitlichen Blick auf den Gebäudelebenszyklus. Der MAS in nachhaltigem Bauen der Kooperation EN Bau bietet dafür ein flexibles Weiterbildungsmodell für die Deutschschweiz. Nach dem Grundlagenmodul «CAS Nachhaltiges Bauen» stellen die Teilnehmenden ihr Studium individuell zusammen aus dem Angebot von fünf führenden Fachhochschulen – BFH, FHGR, FHNW, HSLU und ZHAW. Aus über 20 CAS wählen sie jene Themen, die zu ihren beruflichen Zielen passen – von Energie und Gebäudetechnik über Bauphysik und Gebäudeerneuerung bis hin zu zirkulärem Bauen, Baukultur oder Life Cycle Management. Die Teilnehmenden profitieren von einem weitreichenden Netzwerk und hoher Praxisnähe. Viele Absolvent:innen übernehmen nach dem Studium erweiterte Fach- oder Projektverantwortung, erschliessen neue Tätigkeitsfelder oder positionieren sich als Expert:innen für nachhaltiges Bauen.

Weitere Informationen: enbau.ch/mas