Vom Feld ans Haus

TEC21 2021 10

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09-04-2021

Stroh und Hanf als sogenannte kultivierte Baumaterialien waren bis vor Kurzem Nischenprodukte – doch aktuelle Beispiele zeigen ihr grosses Potenzial. Sie sind klimaneutral und speichern viel biogenes CO2. Wandelemente aus Strohballen oder Hanffliesen zum Dämmen können nach dem Rückbau eines Hauses wieder auf dem Feld verteilt werden und kehren so in den Naturkreislauf zurück.

Für eine stringent umgesetzte biogene Kreislaufwirtschaft müssen jedoch über die Ökologie hinaus Naturprodukte ganzheitlich mit anderen Wirtschaftszweigen verbunden werden. Sie könnten zum Beispiel Einkommensquellen in der Landwirtschaft generieren und von der längst überstrapazierten Milchwirtschaft wegführen.

Im Themenschwerpunkt:

  • Gold vom Acker für Haus und Klima – Peter Seitz
    Das uralte Baumaterial Stroh weist sehr gute Dämmeigenschaften auf – bei äusserst geringem Energieaufwand in der Herstellung und problemlosem Rückbau. Gute Argumente für heutige Bauten.
  • Alternative: Hanf – Danielle Fischer
    Am MonViso Institut im Piemont forscht Tobias Luthe an Baustoffen mit Hanf. Für eine breitere Nutzung sollen seine Eigenschaften in zeitgenössische Lösungen übersetzt werden.