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Wollen wir zusammen waschen?
espazium magazin 2026 8
14.00 CHF
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Die geteilte Waschmöglichkeit in Schweizer Mehrfamilienhäusern ist zugleich zeitgemäß und kurios. Fast alle kennen ihre sozialen und praktischen Seiten. Historisch reicht die Waschmaschine bis ins 17. Jh. zurück, verbreitete sich aber erst mit Strom ab den 1920ern und später in Privathaushalten. Warum die Gemeinschaftswaschküche in der Schweiz blieb, ist unklar – architektonisch lange übersehen. Heute wird sie neu gedacht: als unerwartete kreative Spielwiese im Wohnbau.
Im Themenfokus:
- Küche, Salon, Partyraum – Judit Solt
Lange war das Waschen harte körperliche Arbeit, die gemeinschaftlich verrichtet wurde. Erst in den letzten Generationen führten technischer Fortschritt und steigender Wohlstand zu einer Verlagerung in immer kleinere, privatere Rahmen. In jüngster Zeit zeigt sich indes ein neuer Trend zum Waschen als gesellschaftliches Ereignis – unter veränderten architektonischen Vorzeichen. - Mehr als waschen – Tina Cieslik
Die Gemeinschaftswaschküche ist ein blinder Fleck auf der architektonischen Landkarte: In Mehrfamilienhäusern gehört sie zum gängigen Raumprogramm, wurde aber bisher meist ungestaltet im Keller versorgt. Zwei Beispiele aus München und Basel zeigen, wie aus dem architektonischen Stiefkind ein Mehrwert für ein Haus werden kann.