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Mehr als rohe Klötze?

espazium magazin 2026 10

14.00 CHF
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15-05-2026
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Die Ausgabe widmet sich brutalistischen Bauten der Schweizer Nachkriegsmoderne und ihrer heutigen Bedeutung. Im Mittelpunkt stehen die Wohnsiedlung Flamatt 1, das Schwesternhochhaus und das Stadion Brühl. Die Gebäude entstanden in den 1950er- und 1960er-Jahren als Antworten auf gesellschaftliche Bedürfnisse wie bezahlbaren Wohnraum, institutionelle Unterbringung und Sportinfrastruktur. Einst teils stark kritisiert, werden sie heute als innovative und architektonisch wertvolle Zeitzeugen neu bewertet und als schützenswert anerkannt.

Im Themenfokus:

  • Angleichen und Absetzen – Christoph Wieser
    Das elegante Wohnhochhaus von Jakob Zweifel an der Plattenstrasse in Zürich aus dem Jahr 1959 wurde zum Bürobau umgenutzt und denkmalgerecht saniert. Bhend & Schlauri Architekten fanden dafür eine Strategie, die sich eng am Bestand orientiert und dennoch eigenständig wirkt.
  • Ein Prototyp mit Zukunft – Jennifer Bader
    Das Reihenhaus Flamatt 1 von Atelier 5 entstand 1958 als Prototyp für die spätere Halen-Siedlung. Das Bauwerk zitiert Le Corbusiers «Fünf Punkte zu einer neuen Architektur» und provozierte die Lokalbevölkerung mit «béton brut». Nun haben Rolf Mühlethaler Architekten den denkmalgeschützten Bau sorgfältig saniert.
  • Das Faltwerk der Tribüne Brühl – Clementine Hegner-van Rooden
    Das vorgespannte Stahlbeton-Faltwerk des Stadions Brühl in Grenchen von 1962 ist schutzwürdig, aber nicht kantonal geschützt. Nun wurde die Tribüne instand gesetzt und bleibt damit ein einzigartiges Schweizer Stadionbauwerk seiner Zeit.