WerkBundStadt I – Experimentierfeld

Editorial

Susanne Frank Architektur, Redaktorin TEC21

Mit der Präsentation seines Projekts «WerkBundStadt» im vergangenen Herbst hat der Berliner Werkbund grosse Aufmerksamkeit erregt: 33 Architekturbüros, darunter auch solche aus der Schweiz, haben gemeinsam in einem disziplinenübergreifenden Verfahren ein dichtes städtisches Wohnquartier mitten in ­Berlin ­entworfen. Dieses Experiment eines kollektiven ­Städtebaus ist ungewöhnlich und bietet das Poten­zial, einiges daraus zu lernen. Grund genug für uns, dem Thema gleich zwei aufeinanderfolgende TEC21-Ausgaben zu widmen.
Mit einem Blick auf die Geschichte der Werkbundsiedlungen führt der Architekturhistoriker Michael Hanak in die Thematik ein und verortet die WerkBundStadt in diesem Kontext. Ähnlich wie der Deutsche Werkbund hat auch der Schweizerische Werkbund eine lange Tradition als ­interdisziplinäres Forum und Netzwerk, in denen
Themen der Gestaltung, des Wohnens und des Lebensumfelds eine bedeutende Rolle spielen. Der Bau der Werkbundsiedlung Neubühl (1930–1932) in Zürich ist bis heute wegweisend in der Schweizer Architektur.
Die WerkBundStadt in Berlin ist das jüngste Projekt in dieser Geschichte, das vergleichbar und doch gänzlich anders konzipiert ist – nicht mehr Siedlung, sondern Stadt. Wir betrachten einen einzigartigen Entwurfs- und Planungsprozess, der noch lang nicht abgeschlossen ist: Was macht dieses Projekt aus? Auf welchem Weg wurde es entwickelt, wie geht es weiter? In der nächsten Ausgabe werden wir Beiträge beteiligter Schweizer Büros vorstellen und mit ihnen Projekt und Verfahren der WerkBundStadt diskutieren.
 

Lesen Sie weiter:
––> Wie wohnen?
––> Diskurs als Strategie
––> «Das ganze Projekt ist ein Experiment»

 

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