Unterwegs nach Osten

Buchbesprechung

Die ersten Stunden in einer fremden Stadt sind am schönsten, wenn der Zufall die Schritte lenkt. Aber dann muss ein guter Wegbegleiter her, der in den Wochen vor der Abreise mit Post-its präpariert worden ist. Dafür sind die Architekturführer von DOM publishers bestens geeignet.

Im aktualisierten und erweiterten Band über Tokio werden fast 300 Gebäude erläutert, die in den letzten hundert Jahren entstanden sind. Infolge der Zerstörungen beim Erdbeben 1923 und nochmals durch den Zweiten Weltkrieg hat sich ein ephemerer Architekturbegriff entwickelt. Seitdem ist anstelle eines planerischen Städtebaus eher die immerwährende Erneuerung in kleinteiligem Massstab zu beobachten. Zusammen mit der rasanten Verdichtung führt das zur Ausnutzung kleinster Flächen mit entsprechend kuriosen Bebauungen. Dazwischen sind immer wieder ­ikonische Baukörper von höchster Qualität und Harmonie zu finden.

Per QR-Code, der jedem Gebäude zugeordnet ist, lassen sich die ­Koordinaten anzeigen. Wenn die ­Roaming-Gebühren wirklich fallen, ist deren Nutzung unproblematisch. Bis dahin hilft der ausführliche Kartenteil auf den hinteren Seiten.

Angaben zur Publikation

Ulf Meyer: Architekturführer Tokio. DOM publishers, Berlin 2018 (2., erweiterte Auflage). 352 Seiten, 800 Farb- und s/w-Abbildungen, Softcover, 13.5 × 24.5 cm, Fr. 65.–, ISBN 978-3-86922-484-8

Bücher bestellen unter leserservice@tec21.ch. Für Porto und Verpackung werden Fr. 8.50 in Rechnung gestellt.

Verwandte Beiträge

ARCHIV: Die Ausgaben seit 2013

Abonnieren Zum Archiv