Schweiz übernimmt Schlüsselfunktion in der Union Internationale des Architectes

Lorenz Bräker wird zum Vizepräsidenten gewählt, Regina Gonthier bleibt Co-Direktorin der internationalen Wettbewerbskommission. Die Schweizer Vertreter setzen sich für mehr Einfluss und Sichtbarkeit der Union ein.

Anlässlich ihrer Delegiertenversammlung im vergangenen September in Seoul wählte die Union Internationale des Architectes (UIA) den Lausanner Architekten Lorenz Bräker, ehemaliger Präsident der Berufsgruppe Architektur des SIA, als neuen Vizepräsidenten. Die Berner Architektin Regina Gonthier, Präsidentin der Conférence Suisse des Architectes (CSA, Präsidentenkonferenz von BSASIA und FSAI) und ehemalige Vizepräsidentin der SIA Kommission 142/143, wurde in ihrem Amt als Co-Direktorin der internationalen Wettbewerbskommission (ICC) bestätigt.

UIA – eine internationale Organisation mit Schweizer Wurzeln

Die Aufgabe der 1948 in Lausanne gegründeten und in Paris ansässigen NGO besteht im grenz- und kulturüberschreitenden Erfahrungsaustausch und der Früherkennung von Phänomenen, die die Architektur betreffen. Die UIA bildet eine international konsolidierte und mit der UNESCO abgestimmte Expertenmeinung in den Themenbereichen ihrer Kommissionen und Arbeitsgruppen.

Die beiden Schweizer möchten die Kräfte auf die für den Berufsstand relevanten Themen im Bereich der Nachhaltigkeit (UN sustainable development goals) fokussieren. Zudem setzen sie sich für eine umfassende Standortbestimmung des Berufs des Architekten wie auch für die Reorganisation der Union im Hinblick auf ihre Effizienzsteigerung, Einfluss und Sichtbarkeit ein.

Lausanne 2023

In Seoul wurde ausserdem der Austragungsort des 28. UIA Kongresses und der Delegiertenversammlung von 2023 gewählt. Zusammen mit vier anderen Kandidaten (Antalya, Baku, Kuala Lumpur und Kopenhagen) bewarb sich Lausanne für diesen Grossanlass – der mit dem 75. Jubiläum der in Lausanne gegründeten Organisation zusammenfällt. Das Organisationskomitee, zusammengesetzt aus VertreterInnen des FAS Romandie und des SIA Vaud, verstärkt durch Alt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, dem Lausanner Stadtpräsidenten Grégoire Junod und dem Schweizer Botschafter in Südkorea, sicherte sich nicht nur die Sympathie, sondern auch den Respekt der Delegierten. Trotzdem entschiedenen sie sich für Kopenhagen und verwiesen Lausanne auf den zweiten Platz (mehr zum Projekt in Revue Tracés 16-17/2017).

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