Moderne Einfamilienhäuser aus Backstein

Buchbesprechung

Alle drei Jahre lobt die «Initia­tive Bauen mit Backstein» in Deutschland den Fritz-Höger-Preis aus. Prämiert werden Bauwerke, die das Potenzial des ­Baustoffs Backstein auf vorbildliche Art präsentieren. Eine Kategorie widmet sich dabei den Einfamilienhäusern.

Eine fundierte Einführung erläutert die Eigenschaften des Backsteins und die wichtigsten ­Konstruktionsweisen. Die Zusammenstellung einiger ausgewählter Bauten verdeutlicht einerseits die klassische Qualität des Backsteins: Er eignet sich zur Gestaltung traditioneller Häuser in den bekannten Farben, Formaten und Fugenbildern, was durchaus eine eigene Klasse unter den häufig schaumverpackten und verputzten Wohnhäusern darstellt. Mindestens ebenso reizvoll sind aber andererseits die Häuser, deren Backsteinfassaden expressiv und innovativ sind.

Nicht nur besondere ­Formate, sondern auch Oberflächenbehandlungen bringen neue Erscheinungsbilder. So erlebt zum Beispiel der Schlämmputz, wie er häufig in Dänemark verwendet wird, eine Renaissance. Interessant wird es dann, wenn der Backstein nicht nur die Aussen­wände bekleidet, sondern ganze ­Volumen bildet und so auch die Innenräume der Wohnbauten prägt, wenn er sich also nicht nur als schmückende Haut über den Beton legt, sondern eine bauliche Funk­tion erhält – ganz im ursprünglichen Sinn der Tradition.
 

Angaben zur Publikation
Katharina Ricklefs, Jens Kallfelz (Hrsg.): Moderne Einfamilienhäuser aus Backstein. DVA Verlag, München 2016. Hardcover, 160 Seiten, 180 farbige Abb. und 40 Pläne, 21.5 × 28 cm, ISBN 978-3-421-04041-1, Fr. 68.–

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