Mehr Platz für Helvetismus

Kürzlich hat das Zürcher Hotel «Helvetia» im denkmalgeschützten Jugendstilhaus am Stauffacherquai 1 seine Erweiterung eröffnet.

Franziska Quandt Redaktorin TEC21

Das Boutiquehotel «Helvetia» ist eine bekannte Grösse in der Zürcher Hotel- und Barlandschaft. Mit seinem eigenwilligen Stil und einer ausgewählten Menukarte zieht es eine extravagante Mischung aus Kunstliebhabern und Geschäftsleuten an. Ende Oktober hat es seine Erweiterung im benachbarten Jugendstilgebäude eröffnet.

Das Zustandekommen eines langfristigen Mietvertrags zwischen der Stadt Zürich und der Jugendstil AG bedeutet einen Glücksfall für die Betreiber des «Helvetia». An den Umbaukosten, die auf 2.7 Mio. Franken geschätzt werden, beteiligt sich die Stadt mit maximal 1.25 Mio. Franken; dies entspricht in etwa den Investitionen, die bei der Stadt für die Instandsetzung der Liegenschaft ohnehin angefallen wären. Durch die Erweiterung kann das Hotel neu 37 Zimmer anbieten. Zudem wird das Hotelkonzept ergänzt von einer Lobby mit Kunstgalerie, der «Pool-Bar» und der Bibliothek.

Erarbeitet und durchgeführt wurde das neue Innenausbaukonzept von Leopold Weinberg in Zusammenarbeit mit der Architektin Nele Dechmann. Der Charme der alten Liegenschaft wurde weitestgehend erhalten und mit neuen Komponenten erweitert. So ziert eine Zitronenhaintapete, gestaltet von der Architektin, die Wände des Erschliessungsgangs im Erdgeschoss. Mit viel Sinn fürs Detail haben die Betreiber und das Planerteam einen Ort geschaffen, der das alte Hotel «Helvetia» angemessen ergänzt.

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