Küchenplanung «out of the box»

8. Küchenkongress Schweiz

Offenbar zeichnen sich Küchenplanerinnen und -planer durch eine besondere Aufgeschlossenheit aus: Wie anders wäre es zu erklären, dass sie in so grosser Anzahl zum 8. Küchenkongress nach Baden gekommen sind?

Hella Schindel Architektur, Redaktorin TEC21

Vier Schweizer Unternehmer aus ganz anderen Bereichen berichteten von ihrem eigenwilligen Weg zu mehr Innovation, Globalisierung und dem daraus resultierenden Erfolg: Balz Halter (Halter AG), Immobilienentwickler und Pionier im Bereich «Smarthome», Pascal Mathis, Gründer des Schweizer Startups GetYourGuide sowie Rolf G. Schmid, CEO der Mammut Sports Group und Christoph Meister, Geschäftsführer BGW AG teilten mit den Anwesenden ihre Erfahrungen und legten ihre Sicht zum Thema Innovationen und Pioniergeist in der Schweiz dar. 

Insbesondere die Aspekte, die das Verlassen des bekannten Geländes, des «thinking out of the box» und die Hinwendung zu einem veränderten Umgang mit bestehenden Ressourcen propagieren, sind für zukunftsträchtige Geschäftsmodelle in der Welt der Küche anregend.

Der Grundtenor der Thesen lautete: Die Digitalisierung in der Wohnung und der Küche schreitet voran und entwickelt sich noch schneller. ​Ohne Visionen werden Schweizer Unternehmen keine Erfolge feiern. Differenzierungsmerkmale zugunsten Innovationen sind angepasste Geschäftsmodelle sowie die Verknüpfung von Produkten und digitaler Komponenten, die Etablierung von industriellen Plattformen.

Dem Moderator Stephan Klapproth gelang es, die Referenten auf geistesgegenwärtige Art auch zu schwierigeren Momenten ihrer Strategien zu befragen. Die rund 270 Gäste im Saal konnten per SMS zeitgleich Fragen zuschicken und so den Zusammenhang zu küchenspezifischen Themen herstellen.

Im kommenden Jahr findet der 3. Swiss Kitchen Awards statt. Projekte können vom 3. April bis 16. Juni eingereichet werden. 

Weitere Infos: www.küche-schweiz.ch
 

Küchentrends 2017

Der Branchenverband «Küche Schweiz» sieht vier Trends, die das laufende Jahr prägen werden:

Erdige Töne und strukturiertes Holz

Bei den Farben in der modernen Küche sorgen nach wie vor helle und dunkle Erdtöne wie Greige, Braun, Beige und Taupe für warme Atmosphäre. Dabei sind geringe Kontraste gefragt. Für Fronten und Abdeckungsaufsätze wird Altholz verwendet. 

Bedruckte Keramikrückwände bringen Leben

Das Ton-in-Ton-Konzept wird durch Musterungen an den Küchenrückwänden aufgelockert. Im Trend sind kleinteilige, wilde Muster mit arabischem Einschlag. Aufgrund ihrer raueren Optik und ihrer Unterteilbarkeit geht die Tendenz zu Keramikkacheln.

Filigrane Konstruktionen fügen sich optimal ein

So zurückhaltend die Farben, so unaufdringlich sind auch die Konstruktionen im Küchenbereich. Beliebt sind nach wie vor dünne Arbeitsplatten und filigran gestaltete, offene Regale. 

Weniger Regeln, mehr Spielraum

Heute fällt die Wahl auf bewegliche, frei stehende Solitärelemente, die hohe Flexibilität bieten. Möbel sind wandelbarer, Abdeckungen lassen sich schieben und Fronten verschliessen. Einzelne Bereiche der Wohnküche können geöffnet und geschlossen werden. So kommt eine ganzheitliche Raumplanung ohne Diktate und Grenzen aus, um Funktionen genau dort zu platzieren, wo sie benötigt werden.

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