Kongresshaus und Tonhalle Zürich

Editorial

Clementine Hegner-van Rooden Ingenieurwesen, Korrespondentin TEC21

Daniela Dietsche Fachjournalistin Ingenieurwesen / Verkehr

Als wir beim Ingenieurbüro ­Conzett Bronzini Partner anfragten, ob es möglich sei, die Umbau- und ­Instandsetzungsarbeiten am Kongresshaus und der Tonhalle in Zürich zu besuchen, lautete die freundliche Antwort: «Die Baustelle der 100 Eingriffe möchtet ihr sehen? Gern!»
Der leitende Ingenieur Josef Dora zeigte uns die Restaurierung der für das Bauwerk typischen Sgraffitoverzierungen. Daneben die schweren Baumaschinen, die das Kongresshaus von seiner Aufstockung aus den 1980er-Jahren be­freiten. Der wieder abgebrochene Panoramasaal wird kom­pensiert durch eine einstöckige Er­weiterung vor dem Gartensaal auf der Seeseite, das Fundament dafür ist bereits vorbereitet. Freigelegte Rohrzellendecken mit ihren ver­lo­renen Schalungen aus Schilfrohrmatten begeisterten uns ebenso wie die raffinierte Lösung der Grundwasserproblematik. In einem solchen Gebäudekomplex die Übersicht zu behalten ist anspruchsvoll und erfordert eine genaue Planung des Gesamteingriffs.
Die Instandsetzungsarbeiten dauern voraus­sicht­lich noch bis 2020, die Kosten werden auf rund 165 Mio. Franken geschätzt. Mit dieser ­Ausgabe möchte TEC21 einen Überblick über die laufenden Arbeiten geben, sowohl aus architektonischer als auch aus ingenieur­technischer Sicht.

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