Gartenkultur und Biodiversität

Wie lässt sich der Charakter historischer Gärten bewahren und gleichzeitig die Biodiversität fördern? Anlässlich des Gartenjahres 2016 ist das Bundesamt für Kultur zusammen mit dem Bundesamt für Umwelt und dem Bundesamt für Bauten und Logistik dieser Frage nachgegangen.

Durch die Biodiversitätsverluste schwinden die Funktionen und Leistungen der Ökosysteme in der Schweiz. Gegen 40% aller Arten, die hierzulande vorkommen, gelten als gefährdet oder bedroht. Es herrscht grosser Handlungsbedarf.

Um auf diese Umstände aufmerksam zu machen, hat der Bund sieben Faltbroschüren herausgegeben. Die Publikationen bieten Informationen zum Schlosspark von Wädenswil, zur extensiv gepflegten Natur der Uvek-Areale in Ittigen und zum Villengarten des Museo Vela in Ligornetto. Sie sind Wegweiser durch diese und drei weitere Anlagen in Bundesbesitz. Sie gehen der Entstehungsgeschichte der Gärten nach und führen von allgemeinen Betrachtungen zum gegenwärten Bestand über. Im Detail gehen drei der Broschüren der Frage nach, wie historische Gärten erhalten werden können, zwei weitere nehmen Bezug auf die Problematik von invasiven Neophyten, und die letzte geht auf Naturerlebnisse ein, die dank Biodiversität im Garten gemacht werden können.

Darüber hinaus ist die Publikation eine Inspirationsquelle für alle anderen öffentlichen oder privaten Gärten des Landes. Sie lädt alle Interessierten zu einer vertieften Auseinandersetzung mit der einheimischen biologischen Vielfalt und dem reichen Gartenerbe der Schweiz ein.

Siehe auch: TEC21 12/2015 «Schutz für Schweizer Gärten».

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