Fassaden – Hüllen mit Hintergrund

Editorial

Franziska Quandt Redaktorin TEC21

Dietlind Jacobs Infrastruktur/Umwelt, Redaktorin TEC21

Fassaden sind mehr als einfach nur Gebäudehüllen. Heute müssen intelligente Systeme mit einer Vielfalt an Materialien und Technologien höchste ästhetische und funktionale Ansprüche erfüllen. Ein innovatives Beispiel ist das Projekt Grosspeter Tower in Basel, in dessen Fassade Architektur, Tragwerk und Solartechnik zu einem Gesamtkonzept abgestimmt sind. Die Gebäudefassade übernimmt hier nicht nur statische, sondern auch funktionale Aufgaben. Auch bei der elektrischen Netzeinbindung ­wurden bislang unerschlossene Wege begangen.
Mit neuen Techniken entstehen aber auch neue Probleme. Die Bauteile der Fassadensysteme werden immer komplexer. Schwierig­keiten treten häufig am Übergang zwischen ­Aussen- und ­Innenraum auf. Ein Spezialfall dieses Schnittstellenproblems sind «knackende» Fassaden. Insbesondere die Bewohner von Wohnneubauten fühlen sich durch derartige Knackgeräusche irritiert, und Fachleute stehen bezüglich der ­Sanierung vor neuen Herausforderungen.
Zunehmend müssen sich Fassadenexperten mit Schadens- und Sanierungsproblematiken aus­einandersetzen – kein Wunder bei jährlichen Bauschäden von 1.6 Mrd. Franken. Die Sanierung von Fassaden erweist sich dabei als besonders kostenintensiv. Um den Aufwand zu minimieren und die Schadensprävention anzuregen, gehen Fachleute daran, mögliche Ursachen aus der Praxis zusammenzutragen und zu systematisieren.
 

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