Die schönsten Plätze Europas

Der European Prize for Urban Public Space zeichnet neu gestaltete öffentliche Räume in europäischen Städten aus. Wir zeigen den Preisträger und die lobenden Erwähnungen des Jahres 2018.

Der European Prize for Urban Public Space 2018 geht an die Umgestaltung des Skanderbeg-Platzes in Tirana, Albanien. Der Platz hat eine zentrale Stellung in Tirana und ist im kollektiven Gedächtnis der Albaner als Hauptrepräsentationsraum der sozialistischen Diktatur und als symbolisches Zentrum der Hauptstadt und der Nation verankert. Die Entscheidung, den Platz autofrei zu gestalten und ihn sanft zur Mitte anzuheben, ist Teil der Strategie, den Platz von dieser Symbolik zu befreien. Aus kleinen Springbrunnen fliesst Wasser über den Boden, der mit Steinen aus dem ganzen Land gepflastert ist. So soll eine Verbindung zur nationalen Identität Albaniens entstehen. Der Platz ist von einem neu gestalteten Park umgeben, der auch eine Vielzahl sozialer Funktionen aufnimmt. Dies ist eines von mehreren schönen Projekten aus Albanien, die für den Preis eingereicht wurden – das zeigt, dass das Land trotz begrenzter Mittel die Bedeutung des öffentlichen Raums versteht. Zusätzlich vergab die Jury fünf Erwähnungen (siehe Galerie).

Der European Prize for Urban Public Space ist ein Wettbewerb, der alle zwei Jahre mit dem Ziel stattfindet, Projekte zu würdigen und bekannt zu machen, die öffentliche Räume schaffen, wiederherstellen oder verbessern. Initiator des Preises ist das Centre of Contemporary Culture of Barcelona (CCCB) in Zusammenarbeit mit der Architecture Foundation (London), dem Architekturzentrum Wien, der Cité de l’Architecture et du Patrimoine (Paris), dem Deutschen Architekturmuseum (Frankfurt a. M.) und dem Museum of Architecture and Design (Ljubljana).

Ein Expertenteam aus 35 Spezialisten aus ganz Europa garantiert eine breite geografische Abdeckung und die Qualität der prämierten Arbeiten. Für den Preis 2018 hatten sich 279 Werke aus 179 Städten und 32 europäischen Ländern beworben. 
 

Jury 2018:
Olga Tarrasó, Centre de Cultura Contemporània de Barcelona (CCCB), President
Peter Cachola Schmal, Deutsches Architekturmuseum (DAM)
Matevž Čelik, Muzej Za Arhitekturo In Oblikovanje (MAO)
Hans Ibelings, The Architecture Observer (Amsterdam/Montreal)
Ewa P. Porębska, Architekturamurator magazine (Warsaw)
Francis Rambert, Institut Français d’Architecture (Cité de l’Architecture et du Patrimoine)
Katharina Ritter, Architekturzentrum Wien (AzW)
Ellis Woodman, Architecture Foundation (AF)
David Bravo i Bordas, Sekretär der Jury

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