DFAB House: Experiment Wohnen

Das DFAB House auf dem NEST-Gebäude von Empa und Eawag in Dübendorf ist die Konkretisierung digitaler Entwicklungen im Planungs- und Bauprozess. Am 27. Februar wurde es offiziell eröffnet.

Franziska Quandt Architektur, Redaktorin TEC21

Die Zukunft des Bauens ist in ständigem Wandel begriffen. Immer wieder werden die Grenzen des Möglichen ausgelotet und verändert. So auch beim DFAB House, das am 27. Februar 2019 auf dem NEST-Gebäude von Empa und Eawag in Dübendorf offiziell eröffnet wurde. Es ist das «weltweit erste bewohnte ‹Haus›, das nicht nur digital geplant, sondern – mit Robotern und 3-D-Druckern – auch weitgehend digital gebaut wurde», erklärt Prof. Dr. Gian-Luca Bona, Direktor der Empa, die als Auftraggeber hinter dem Projekt steht. Und tatsächlich werden Privatpersonen in das DFAB House einziehen und Wohnerfahrungen in der digital gebauten Zukunft sammeln. 

Die ETH Zürich steht hinter der Entwicklung dieser neuen digitalen Planungs- und Bauprozesse. Um zu zeigen, was digitale Innovation bedeutet, haben acht Forschungseinrichtungen der ETH zusammengespannt und ihre Entwicklungen aufeinander abgestimmt. Ohne die Offenheit und Experimentierfreude der involvierten Firmen und Handwerker wäre die Realisierung dieses interdisziplinären Projekts nicht möglich gewesen, betont Matthias Kohler, Architekt und Leiter des Gramazio Kohler Research Instituts der ETH Zürich. Und nicht nur die Freude am Experiment ist treibende Kraft hinter allem, es sollen konkrete Ziele damit erreicht werden wie die Minimierung des CO2-Ausstosses oder ein geringerer Verbrauch von Ressourcen durch die Implementierung einer Kreislaufwirtschaft.

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