Advertorial

Wand­lungs­fä­hi­ger Zeit­zeu­ge

Das Afrikamuseum in Tervuren bei Brüssel ist ein auskunftsfreudiges Monument. Als Königliches Museum für Zentralafrika geht es auf die Weltausstellung 1897 in Brüssel zurück. Nach einer umfassenden Sanierung und einem Anbau versteht es sich heute als Ort der Vermittlung und Forschung. Dank Stahlprofilsystemen von Jansen für Fassaden, Fenster und Türen ist das Museum für die Zukunft gerüstet.

Publikationsdatum
13-08-2019

1897 fand unter König Leopold II. die Weltausstellung in Brüssel statt. Neben der Hauptausstellung im Parc du Cinquantenaire («Jubelpark») richtete der König zusätzlich in Tervuren eine 96 Hektar grosse Kolonialausstellung zum Freistaat Kongo ein. Der Kongo war damals im persönlichen Besitz des Königs. Da die Kolonie aber weniger Profit abwarf als erhofft, musste er die Belgier noch von seiner Kolonialpolitik überzeugen. Dafür liess er den Kongo mitten in der belgischen Hauptstadt aufleben und ein originalgetreues kongolesisches Dorf im Park von Tervuren errichten. Hier lebten für die Zeit der Ausstellung 267 Afrikaner.

Nach der Weltausstellung erteilte der König den Auftrag, für die afrikanischen Exponate ein dauerhaftes Gebäude zu errichten. Eingeweiht wurde das von Architekt Charles Girault erstellte Museumsgebäude – ein Jugendstil-Palast – im April 1910. Im Vorfeld der Expo58 kam das CAPA-Gebäude hinzu, das «Centre d’Accueil du Personnel Africain», das später in ein Forschungszentrum und ein Archiv umgewandelt wurde.

Umfassende Modernisierung

Zuletzt war das Museum in allen Aspekten veraltet. Die Infrastruktur des Gebäudes entsprach ebenso wenig einem modernen Museum wie sein Inhalt einem zeitgemässen Bild von Afrika – eine Restaurierung war angezeigt. Inzwischen ist eine fünfjährige Umbau- und Neugestaltungsphase vergangen: Heute versteht sich das Afrikamuseum als Zentrum für Forschung und Wissensvermittlung. Es beschäftigt sich mit der Vergangenheit, der Gegenwart und dem natürlichen Umfeld der Gesellschaften Afrikas und insbesondere Zentralafrikas. Dabei hat es sich dem Ziel verschrieben, «das Interesse der Öffentlichkeit und der Wissenschaft für diesen Teil der Welt zu wecken, ein besseres Verständnis dieser Region zu ermöglichen und mittels Partnerschaften wesentlich zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen».

Mit Blick auf das Denkmal

In ihrem Entwurf für das «neue» Museum griffen Stéphane Beel Architects auf den ursprünglichen Masterplan von Charles Girault zurück. Das denkmalgeschützte Hauptgebäude, den Kolonialpalast, stellten sie dafür komplett frei, kontrastierten ihn jedoch mit einem bewusst modernen Gebäude...

Lesen Sie den kompletten Bericht online unter: magazin.jansen.com/royalmuseum


Am Bau Beteiligte


Bauherr
Regie der Gebouwen

Architekten
Stéphane Beel architecten, Ghent; Origin, Brüssel

Jansen Partner
Kloeckner Metals Belgium NV, Antwerpen

Fensterhersteller
Lootens, Deinze und ZNR, Zuid-Nederlandse Ramenfabriek, Rucphen

Stahlprofilsysteme
Janisol Hebeschiebetüren in VISS Fassade, Janisol Primo