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Na­tur­ge­fah­ren – Teil der Schwei­zer Bau­kul­tur

Durch die Ausdehnung und Verdichtung des Siedlungsraums ist es immer wichtiger, genügend Rücksicht auf das Bestehende und die möglichen Einwirkungen von Naturgefahren zu nehmen. Hochwasser, Starkregen und Oberflächenabfluss aber auch Hagel und Sturm müssen bei Neu- und Umbauten gebührend berücksichtigt werden.

Publikationsdatum
04-10-2022

Naturgefahren sind im Alpenland Schweiz seit jeher Teil der Baukultur. Historische Dorfkerne stehen an sicheren Standorten, die Gesellschaft hatte grossen Respekt vor den umliegenden Gräben und Bergen. Doch beim Schutz vor Hagel, Sturm und Starkregen bestehen heute erhebliche Lücken, die es zu schliessen gilt.

Gebäudeschutz als Teil des integralen Risikomanagements

Viele ältere Gebäude bestehen vorwiegend aus robusten Materialien wie Stein, Holz und Beton, was sie gegenüber meteorologischen Naturgefahren wie Hagel widerstandsfähiger machte als es viele moderne Neubauten heute sind. Auch die Nutzung der Innen- und Aussenräume erfolgte wohl intuitiv und auf Erfahrungen basierend geschickt: Im Keller wurden nur wenig sensible Güter gelagert, damit sich der Schaden bei Wassereintritt in Grenzen hielt. Zugänge und Aufenthaltsräume für Personen wurden talseits angebracht, die Heubühne bergseits. Räume im Hochparterre waren selten von Überschwemmungen betroffen. Auch in Bezug auf die Tragstruktur von Gebäuden hatte man gelernt, mit den in der Region auftretenden Stürmen und Schneefällen umzugehen. Perfektionierte Beispiele einer auf Naturgefahren angepassten Bauweise sind das sogenannte «Ebenhöch» und der «Spaltkeil», welche gar den enormen Einwirkungen von Lawinen trotzen. Naturgefahren haben die Schweizer Baukultur zweifellos geprägt. Allerdings sind Naturgefahren nicht bloss im Gebirge ein Thema, sondern bei jedem Bauvorhaben möglichst frühzeitig in der Planung zu berücksichtigen. Ein bewusster, strukturierter Umgang mit Risiken und die gezielte Wahl geeigneter Massnahmen zum Schutz der Gebäude gehören zu einer hohen Baukultur dazu. Der Klimawandel erhöht dabei den Handlungsbedarf. Die Anpassung an dessen Auswirkungen stellen die Gestaltung des Lebensraums vor neue Herausforderungen.

Planung und Bauweise entscheiden über Verletzlichkeit

Während in verschiedenster Hinsicht laufend neue und höhere Anforderungen an Gebäude gestellt werden, müssen auch die Risiken infolge Naturgefahren in einem für die Gesellschaft tragbaren Rahmen bleiben. Angesichts der hohen Wertekonzentration und der zunehmenden Wetterextreme ist dies kein einfaches Unterfangen. Doch die Bauweise hat einen entscheidenden Einfluss darauf, wie widerstandsfähig ein Gebäude ist. Am grössten ist das Potenzial beim Schutz vor Hagel, Sturm und Überschwemmungen, respektive der Lage und Anordnung von Öffnungen und dem Aufbau und der Materialisierung der Gebäudehülle. Mit einer umsichtigen Planung und angepassten Bauweise und Nutzung lassen sich Schäden auf ein Minimum reduzieren. Den Baubestand der Zukunft gestaltend gehören Architektinnen und Architekten deshalb zu jenen Berufsgruppen mit dem grössten Einfluss auf die Sicherheit vor Naturgefahren. Eine hohe Qualität bei der Ausführung und geschickte Wahl der Materialien führt zu langlebigeren Bauten, minimiert den Unterhalt und erhöht somit die Nachhaltigkeit.

Einfach naturgefahrensicher Bauen

Bauwerke werden für eine lange Lebensdauer erstellt. Sie müssen einem neuen Klima mit bisher ungeahnten Wetterextremen trotzen und die sich darin befindenden Personen und Sachwerte schützen. Dabei sollte sich die Bauherrschaft Ihrer Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft bewusst sein und für Qualität und Langlebigkeit einstehen, anstatt unmittelbaren Profit anzustreben. Ein hoher Anspruch an die Qualität führt nicht zwingend zu Mehrkosten: Werden die Lebenszykluskosten in Betracht gezogen, lohnen sich Schutzmassnahmen auch finanziell. So sind beispielsweise viele hagelgeprüfte Bauteile nicht oder kaum teurer als solche, die schon bei einem häufig auftretenden Hagelgewitter kaputt gehen würden. Ein gut geplanter, rein baulicher Hochwasserschutz, mit einer Anhöhe vor der Tiefgarageneinfahrt, reduziert nicht nur das Überflutungsrisiko, sondern ist im Unterhalt auch günstiger und zuverlässiger als nachträglich erstellte, mobile Schutzmassnahmen wie etwa Dammbalken.

Wo fängt man an und mit welchen Grundlagen gelingt das naturgefahrensichere Bauen? – Die Informationsplattform www.schutz-vor-naturgefahren.ch vernetzt alle wichtigen Planungshilfen rund um das Thema Naturgefahren und ist deshalb für rasche Abklärungen besonders hilfreich.

Erfolgreicher Objektschutz am Beispiel Oberflächenabfluss: https://youtu.be/k1tPP2h2DE0

 

Erfolgreicher Objektschutz am Beispiel Wildbach: https://youtu.be/fh8fGnJuXH4