Bi­en­na­le i2a zum The­ma «Re-use»

Publikationsdatum
21-02-2020

Re-use oder Wiederverwendung liegt voll im Trend – dank gross angelegter Projekte und neuer Methoden (vgl. TEC21 35/2019 «Gebrauchte Teile für neue Bauten»). Die Biennale i2a wird sich mit der Wiederverwendung im grossen Massstab befassen, von ganzen Gebäuden bis hin zu Teilen von Städten oder Territorien, denn sie bilden den entscheidenden Massstab beim Nachdenken über den Wandel. «Statt zu zerstören, zu vergessen und neu aufzubauen», so die Initiatoren, lädt die Biennale ein, «die Poetik der Erinnerung in die Zukunft zu projizieren, die Gegenwart als einen Zustand des Übergangs zu betrachten, umzuwandeln, umzulenken und wiederzubeleben.»

Indem sie an den gebauten Bestand als Ressource erinnern will, fokussiert die Veranstaltung die Debatte auf den Wandel und verbindet dabei Innovation mit detaillierter Kenntnis des Vorhandenen. Die Macher der Biennale positionieren sich zu diesem Thema und suchen einen kritischen Weg zwischen dem lautstarken Appell «Enough!» der Triennale von Oslo gegen weiteres Wachstum und der «Poetik der Vernunft» der Triennale von Lissabon, die sich im Wesentlichen an der historischen Vergangenheit der Disziplin orientiert.

Am Dialog teilnehmen werden die Architektin Barbara Buser (denkstatt, in situ), Walter R. Stahel (Gründer des Institut de la Durée in Genf), Georges Descombes (Architekt und Landschaftsarchitekt, Autor des Projekts zur Renaturierung der Aire), Momoyo Kaijima (Bow wow, Professor für «Behaviorology» an der ETH Zürich), Antonio de Rossi (Institut für Gebirgsarchitektur am Politecnico di Torino) mit Harry Gugger (LABA, EPF Lausanne) und Itziar Gonzalez (Architekt und Stadtplaner in Barcelona).

Zur Vorbereitung der Veranstaltung findet am 26. März in der Accademia di Architettura Mendrisio ein Round Table statt. Daran teilnehmen werden drei Professoren der ETH Zürich, der EPF Lausanne und der Accademia, um das Thema Re-use zu erörtern: Martin Boesch, Martin Fröhlich und Jan de Vylder.

1. bis 3. Oktober 2020
i2a – Schweizer Biennale des Territoriums
www.i2a.ch

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