Berlin – die Schönheit des Alltäglichen

Buchbesprechung

Christof Rostert Abschlussredaktor TEC21 und espazium.ch

Berlin ist widersprüchlich und inhomogen wie kaum eine europäische Grossstadt; die Geschichte ist ohne Mantel und rau umgesprungen mit der Metropole an der Spree. Berlin: eine schöne Stadt? Das würden wohl nur Wenige behaupten, doch Frank Peter Jäger, SIA-Redaktor und Berliner seit einem Vierteljahrhundert, hat dort genug Wundersames, Rätselhaftes und magisch Irritierendes gefunden, um ein schmuckes Bändchen damit zu füllen.

Dies ist kein Architekturführer im eigentlichen Sinn – der Autor und Herausgeber möchte den Lesenden die Augen öffnen für die Stadtlandschaft, für gelungene und missglückte Strassen- und Platzgestaltung, für Vielfalt im scheinbar Uniformen, für leicht Übersehenes unter und über der Strasse. Eine betörende Fülle an Fotografien, in denen sich eine Liebe zu unscheinbaren Details zeigt, macht das Buch fast zu einem Bildband. Doch es wäre leichtfertig und schade, die kenntnisreichen Texte zu überblättern, die Jäger und ein Kreis eingeweihter Hinschauer verfasst haben. Das Ganze weckt Lust: aufs genaue Lesen, aufs Hinreisen und aufs Flanieren durch Berlin.

Angaben zur Publikation

Frank Peter Jäger (Hg.): Berlin – die Schönheit des Alltäglichen. Urbane Textur einer Großstadt.
Jovis, Berlin 2017, 191 Seiten, zahlreiche Abbildungen; 24.5 x 17.3 cm, gebunden, ISBN 978-3-86859-380-8, Fr. 39.90

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