Baukultur: Work in Progress

Am 24. April 2018 legte das Bundesamt für Kultur den ersten Entwurf für die Bundesstrategie Baukultur vor. Rund 60 Fachleute aus den Bereichen Denkmalpflege, Planung, Hochschulen, Kultur und Vermittlung beteiligten sich am Stakeholderdialog in Biel und lieferten Inputs für die Weiterentwicklung. Auch TEC21 war dabei.

Judit Solt Fachjournalistin BR, Chefredaktorin TEC21

Bereits im November 2016 hatte das Bundesamt für Kultur (BAK) zu einem ersten Stakeholderdialog in Solothurn eingeladen. Damals ging es vor allem um eine Standortbestimmung: Was verstehen wir unter Baukultur? Wie steht es um die Baukultur in der Schweiz? Welche Herausforderungen kommen auf uns zu, und welche Rolle hat das BAK zu spielen? Im Fokus der aktuellen Veranstaltung standen die strategischen Ziele der Bundesstrategie Baukultur, erarbeitet durch eine vom Bund eingesetzte interdepartementale Arbeitsgruppe.

Als übergeordnetes strukturelles Ziel wird genannt, dass der Bund künftig über geeignete Strukturen zur multisektoriellen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Baukultur verfügt. Daneben sind Ziele für vier Handlungsachsen vorgesehen: Raumentwicklung, Bauproduktion, Ausbildung/Forschung/Innovation und Vermittlung. Entsprechend diesen Handlungsachsen fanden die Stakeholderdiskussionen in vier Gruppen statt, deren Erkenntnisse am Ende der Veranstaltung in einer Synthese präsentiert wurden. Diese Ergebnisse sollen ins Strategiepapier einfliessen, dessen Überarbeitung bis Frühling 2019 stattfinden wird; hinzu kommt dann auch ein Massnahmenplan. Von Mai bis September 2019 – parallel zur Vernehmlassung der nächsten Kulturbotschaft des Bundesrats – ist eine informelle Konsultation zum überarbeiteten Dokument vorgesehen. Für die Umsetzung der Strategie sind alle beteiligten Bundesämter zuständig.

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