Archigrafie – Schrift am Bau

Buchbesprechung

Noch bis zum 14. April 2019 präsentiert das Museum für Gestaltung Zürich eine Ausstellung zu Typo­grafie in Verbindung mit Architektur – ein prominentes Beispiel ziert übrigens das Stammhaus des Museums (vgl. TEC21 35/2018). Gerade als Gegensatz zu den immateriellen Buchstaben auf Bildschirmen erfahren schattenwerfende oder verwitternde Beschriftungen an Bauten eine neue Zuneigung.

Agnès Laube, die an der Ausstellung beratend ­mitgewirkt hat, und Michael Widrig gewähren Einblicke in diese komplexe Aufgabe. Grafik kann die Identität eines Gebäudes stärken oder im Kontrast dazu stehen. Dafür muss der Grafiker die Entwurfsabsicht der Architektin entschlüsseln und mit seinen Mitteln umsetzen. Die Lesbarkeit wird bestimmt von der ­Grösse, der Materialwahl, der Positionierung und der Belichtung, die je nach Blickpunkt, Tageszeit und Jahreszeit wechselt.

 

Angaben zur Publikation

Agnès Laube, Michael Widrig: Archigrafie – Schrift am Bau. Birkhäuser Verlag, Basel 2016. 168 Seiten, 90 Abb., 22 × 28 cm, Softcover, ISBN 978-3-0356-0567-9, 68.– Fr. (auch in engl. Sprache erhältlich)

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