Anerkennung für Rita Illien

Vergabe des Bündner Kulturpreis 2016

Die Landschaftsarchitektin Rita Illien erhält eine Anerkennung des Bündner Kulturpreises für ihr Engagement für die Natur- und Kulturlandschaften des Kantons Graubünden.

Danielle Fischer Architektur, Redaktorin TEC21

Die gebürtige Valserin und Mitgründerin des Zürcher Büros Müller Illien Landschaftsarchitekten wird für ihre Arbeit als Landschaftsarchitektin und ihren Einsatz im Bereich der Botanik, der Pilze und der Landschaften Graubündens gewürdigt. «Besonders freut mich, dass der Kanton damit ein Zeichen für die Landschaft setzt, die räumliche und soziokulturelle Bedeutung der Ressource Freiraum anerkennt», sagt Rita Illien.

Mit ihrem Hintergrund als Landschaftgärtnerin und Landschaftsarchitektin ist ihr der Sprung zwischen den Massstäben wichtig. Flexible, gut nutzbare Aussenräume brauchen den grossen Bogen, müssen bereits im Städtebau angelegt sein – ihre Identität erwächst jedoch dem bildhaften Detail, so Illiens Überzeugung. Aus dieser Sichtweise gehen städtebauliche Projekte wie der Masterplan zum Ausbau des Wissenschaftsstandortes «Science City» in bei München hervor. Aber auch Kleinprojekte und sensible Lösungen im anspruchsvollen Bestand. Das kann die Integration eines Gemeinschaftsgrabes in den Friedhof Pleiv in Graubünden sein oder die Einbindung eines neuen Krematoriums in den Weltkulturerbe-Friedhof Skogskyrkogården in Stockholm. Mit dem Dachgarten des Geschäftshauses Noerd in Zürich-Oerlikon (Auszeichnung SIA Umsicht 2013) oder der Umgebung der Wohn- und Geschäftshäuser Tic Tric Trac neben einem Naturschutzgebiet in der Zürcher Binz thematisiert sie die Schnittstelle Stadt – Natur. Auch auf dem Parkett des harten städtischen Raumes bewegt sie sich mit Projekten wie dem Aussenraum des Ozeaniums Basel gern und regelmässig. Den mit 20'000 Franken dotierten Preis möchte Rita Illien in landschaftliche Projekte investieren, die ihr am Herzen liegen.

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